Englisch-LKs besuchen Shakespeare-Aufführung

“We are such stuff as dreams are made on, our little lives are rounded with a sleep”. Shakespeare nimmt uns mit auf eine traumhafte Reise in das Herz der menschlichen Natur.

Am 14.09.2016 besuchten einige Lehrer und Schüler der Englisch-Leistungskurse unserer Schule die Aufführung der American Drama Group von William Shakespeares „The Tempest“ am Schloss Haag.

In der Geschichte von „The Tempest“ geht es um den Magier Prospero. Dieser verzichtet auf den Thron von Mailand zugunsten seines Bruders Antonio, da er selbst eher an Büchern und Magie als an der Macht interessiert ist. Aus Eifersucht verbannt aber dieser Bruder den im Volk sehr beliebten Prospero und dessen Tocher Miranda auf eine einsame Insel, die vom bösen Geist Caliban beherrscht wird. Prospero kann Caliban in seinen Bann bringen. Als eines Tages Prospero erfährt, dass sein Bruder Antonio mit einer Flotte an der Insel vorbeifährt, bereitet er seine Rache vor. Er beschwört mit Hilfe seines treuen Dieners Ariel einen Sturm herauf, der die Flotte der Feinde an der Küste der Insel stranden lässt. Im Zwiespalt zwischen Rache und Vergebung werden seine Pläne durchkreuzt von der Bestie, die er einst besänftigte und versklavte: Caliban zettelt eine mörderische Rebellion an und Miranda entbrennt in Liebe zu dem Sohn des Feindes.

Zunächst war ich etwas skeptisch, da die Bühne sehr klein war und auch der Bühnenaufbau nicht gerade vielsagend. Als die Aufführung jedoch begann zeigte sich sehr schnell, dass eine so talentierte Gruppe eigentlich gar keine Requisiten nötig hat.

Die Aufführung war sehr unterhaltsam, da die American Drama Group auch modernere Elemente wie zum Beispiel einen Regenschirm auf komödiantische Weise eingebracht hat und meistens versuchte, das Stück lustig zu gestalten. Mir persönlich hat es gut gefallen, dass auch an einigen Stellen das Publikum mit einbezogen wurde.

Einige der Schauspieler haben mehr als eine Rolle gespielt, was aufgrund der Textmenge eine echte Leistung war. Dies führte auch z.T zu Verwirrung, hat der Qualität des Stückes jedoch in keinster Weise geschadet hat. Nach den ersten Minuten hatte man auch komplett vergessen, dass das Stück eigentlich in englischer Sprache aufgeführt wurde. Aufgrund der deutlichen Sprechweise der Schauspieler war es kein Problem, mitzukommen, selbst mit weniger guten Englischkentnissen. Die gut eingesetzte Situationskomik und die sehr aussagekräftige Mimik der Drama Group hat den Abend zu einem sehr amüsanten Erlebnis gemacht, das man nicht so schnell vergisst. Einen letzten Lacher gab es dann noch bei der Verabschiedung: „Please help us on our way and put your chair da hinten in den LKW.“

Text: Melissa Rudolph, Foto: VE