Schüler sammeln Erfahrungen als Sportjournalisten

Zusammen mit einigen Lehrern besuchten am Sonntag, den 11.12.2016, nicht nur zahlreiche Fünft- und Sechstklässler die Partie der Krefelder Pinguine gegen die Adler Mannheim, sondern auch drei Schüler der Oberstufe, die die Möglichkeit bekamen, einen Blick hinter die Kulissen und auf das Thema Sportjournalismus zu werfen.

Aus Krefeld berichten Lena Rau, Marius Quenders und Erik Winkel

Als wir dann am Sonntagmittag mit dem Zug zum KönigPalast fuhren, wurden wir in der Geschäftsstelle bereits erwartet und bekamen Presse-Bändchen, die uns den Zugang zum gesamten Stadion ermöglichten.

Darauf folgte eine Führung durch die Halle, mit Einblicken in den Pressekonferenzraum und der Gang zu den Umkleiden der Spieler. Außerdem durften wir uns den Übertragungswagen ansehen und uns wurde erklärt, was für eine Fernsehübertragung wichtig ist.

Dann sahen wir uns das Spiel an, wir durften neben der Pressetribüne sitzen und hatten eine sehr gute Sicht auf das Spiel.

Beim 15. Heimspiel der Krefelder Pinguine mussten die KEV Fans, trotz des Spitzenstarts und der 1:0 Führung nach dem ersten Drittel, eine 2:5- Niederlage gegen die kampflustigen Mannheimer Adler hinnehmen. Von Anfang an gab es Rangeleien und bereits nach vier gespielten Sekunden saßen zwei Spieler auf der Strafbank. Man erkannte jedoch keinen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Vereinen, die Pinguine boten den Fans vom Bully bis zum letzten Drittel einen großen Kampf.

Vor 4512 Zuschauern, davon über 1000 aus Mannheim, entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem sich die Krefelder, auch aufgrund von zwei Zeitstrafen der Mannheimer, die ersten Chancen sichern konnten. Während der zweiten Zeitstrafe der Mannheimer rutschte die Scheibe nach einem Schuss von Manarci augenscheinlich über die Torlinie der Adler, jedoch entschieden die Schiedsrichter nach Videobeweis auf kein Tor. Allerdings ging es rasant weiter und nur eine Minute später zappelte das Netz der Mannheimer nach einem Schlagschuss von Vainonen, der damit seine Torpremiere in der DEL erlebte. Es ging hitzig weiter und kurz vor Ende des ersten Drittels versuchten es die Gäste nochmal, jedoch kam KEV Torhüter Patrick Galbraith dazwischen und die Pinguine gingen verdient mit der 1:0-Führung in die Pause.

Das zweite Drittel der Partie hatte von Beginn an mehr Brisanz im Spiel als das Erste, die Passstafetten liefen flüssiger und auch die Zweikämpfe wurden mit mehr Härte geführt. In den ersten Minuten merkte man schnell, was für eine hohe Qualität die Mannheimer besaßen, sie hatten deutlich mehr vom Spiel als im ersten Drittel. Nun machten auch die Fans mit und die Atmosphäre heizte sich auf, auch weil die Adler immer mehr auf den Ausgleich drückten. In der 25.Minute gelang den Gästen dann schließlich der relativ frühe Ausgleichstreffer, die Pinguine machten in dieser Situation keinen guten Eindruck. Das Spiel wurde immer intensiver und spannender, die Mannheimer wollten nun direkt nachlegen und es reihte sich Chance an Chance. Die Pinguine hielten dem enormen Druck schließlich nicht mehr stand, der Treffer zum 2:1 aus Sicht der Gäste fiel in der 34.Minute. Es sah danach aus, als könnte das Ganze noch zum Debakel für die Hausherren werden, als die Adler nur drei Minuten nach dem zweiten Tor das 3:1 markierten. Die restlichen Minuten jedoch hielt die über weite Strecken desolate Abwehr der Pinguine dem Druck der Mannheimer stand und es ging mit einer völlig verdienten Gästeführung in die Pause.

Im letzten Drittel spielten die Gäste mit sichtbar Rückenwind, wodurch sie die Pinguine erneut unter Druck setzten. So gelang Mannheim in der 44. Spielminute das 4:1. Die ohnehin schon lautstarken Fans der Adler schienen ihre Mannschaft noch energischer anzufeuern.

Die Pinguine hörten trotz dem Rückstand nicht auf zu kämpfen, ganz im Gegenteil, sie setzten erneut an und schafften das zweite Tor, der Torschütze Rosa kam in der 49. Minute endlich in einem Powerplay an die Scheibe und traf. Trainer Franz-David Fritzmeier setzte in den letzten zwei Minuten alles auf eine Karte, er tauschte seinen Torwart gegen einen 6. Mann aus. Doch die Pinguine konnten nicht mehr punkten. Der Mannheimer Spieler Colaiacovo traf mit einem lockeren Schuss nochmals direkt ins komplett freie Tor der Krefelder Pinguine.

Nach dem Spiel konnten wir wieder mit in den Pressekonferenzraum gehen, wo die Trainer kurz ein paar Worte für die Kameras und Reporter sagten.

Danach fuhren wir auf demselben Wege wieder zurück nach Hause und so endete der gelungene und interessante Ausflug.