Ein Wiedersehen nach 50 Jahren 

Klassentreffen

Zu einer erfreulichen Einladung zählt die zu einem Klassentreffen. Wenn sie im Briefkasten liegt, tauchen Erinnerungen auf. Man besinnt sich alter Freunde, mit denen man vor sehr langer Zeit, vielleicht vor Jahrzehnten, zur Schule gegangen ist, die man dann aber aus den Augen verloren hat.

Norbert Fohler und Winfried Heix, die Organisatoren dieses Klassentreffens, haben aber nicht, so wie früher, geklingelt, um die wiederzusehen, mit denen sie 1963 das Abitur auf dem Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern machten. Sie bemühten die Post. Wie sonst sollte man zum emotionalen 50-Jährigen alte Schulfreunde wiedersehen? Was ist aus ihnen nach dem ordentlichen Abschluss geworden? Kaufmann, Landwirt, Theologe, Arzt, Volksschullehrer; Dozent für Geschichte – das waren damals in etwa die berufsmäßigen Ziele für Lambert Deselaers, Norbert Fohler, Herbert Heinzen, Winfried Heix, Walter Kühn, Johannes Lenders, Manfred Oyen, Willi Schoelen, Christian Stetter und Hermann-Josef Valentin.

Fünf Jahrzehnte sind seitdem ins Land gegangen, eine sehr lange Zeit. Da hatte man sich natürlich jetzt was zu erzählen. Die ehemaligen Schulfreunde, nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht alt, werden darüber geredet haben, wie es beruflich und privat gelaufen ist. Und dann werden sie schnell wieder so vertraut wie einst gewesen sein. So wurde es für die ehemaligen Klassenkameraden bei einem guten Essen im Ratskeller ein schöner Tag. Dort saßen sie, über alte Bilder streichend, jedenfalls lange zusammen. Und in großer Runde kamen Namen und Erinnerungen wieder hoch. Alte Geschichten eben. Vielleicht war früher ja doch nicht alles schlechter.