Schülerinnen und Schüler bauen eigenen 3D-Drucker


„Bau Dir Deinen eigenen 3D Drucker“, so lautete das Motto des dreitägigen Workshops im FabLab der Rhein-Waal-Hochschule in Kooperation mit dem zdi Zentrum Kamp-Kintfort. FabLab steht dabei für „fabrication laboratory“ oder „Fabrikationslabor“.

Anfangs herrschte noch Zweifel, ob man denn wirklich in nur drei Tagen einen eigenen, und dann auch noch guten 3D Drucker selbst zusammenbauen, kalibrieren, in Betrieb nehmen und schließlich noch mit eigenen Modellen „füttern“ könne. Recht gespannt machten sich also neun Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums Geldern in Begleitung von Herrn Hirt und Herrn Dr. Schmidt in der vergangenen Woche nach Kamp-Lintfort auf, um den „eigenen 3D Drucker“ zu bauen.

Und tatsächlich, in dem beeindruckenden FabLab, einer High-Tech-Werkstatt mit einem Maschinenfuhrpark, der Entwickler- und Bastlerherzen höher schlagen lässt, „bastelten“ sich die Schülerinnen und Schüler, weitgehend auf sich allein gestellt, nach dem Motto „trial and error“ Prinzip ihren Felix TEC 4.1. Grundlage dafür war ein komplexer Bausatz. In Kleingruppen wurden verschiedene Bauteile zeitgleich zusammengesetzt, so dass einander „zugearbeitet“ werden konnte, was die Bauzeit minimierte. Am Morgen des dritten Tages war es dann wirklich so weit, der 3D Drucker war vollständig zusammen gebaut, kalibriert und, nach kurzer Testphase, einsatzbereit. Erste Probedrucke ließen nicht lange auf sich warten.

Begleitet von Marc Kohlen und seinem Team lernten die Schülerinnen und Schüler aber nicht nur am Bau des Druckers die Bau- und Funktionsweise eines recht komplexen aber dann doch wieder recht einfach arbeitenden technischen Gerätes zu verstehen, sondern wurden im Rahmen des Workshops auch mit der erforderlichen Software vertraut gemacht, um am Ende auch eigene 3D-Modelle ausdrucken zu können.

Mit großer Begeisterung und vielfach sehr unterschiedlichen Ideen bzgl. der Umsetzung eigener kreativer Visionen erschlossen sich die Schüler dank sehr gelungener Einweisung in die Software die Möglichkeiten des 3D-Modelling in der Software MoI. Die fertigen Modelle mussten dann noch in der Slicer Software für den Druck aufbereitet werden. Auch hier waren die Schülerinnen und Schüler dank der anschaulichen Einweisung durch Herrn Kohlen zügig mit den Grundfunktionen vertraut. Und so war es möglich, dass am Freitag zum Ende der Veranstaltung noch einige Drucke fertiggestellt werden konnten.

Wer aber nun nicht ganz fertig geworden ist, hatte auch keinen Grund, lange traurig zu sein. Denn das Beste am Workshop: den Drucker durften die Schülerinnen und Schüler am Ende des Workshops kostenfrei mit in ihre Schule nehmen. Und so wartet nun am Spee unser erster 3D-Drucker auf seinen Einsatz.

Weitere gemeinsame Projekte mit dem FabLab in Kamp-Lintfort sind bereits in Planung. Von daher, Fortsetzung folgt.

Ein Video zum Bau des 3D-Druckers finden Sie bei >>> Facebook.

Texte und Bilder: Dr. Jochen Schmidt