Exkursionstag: Schülerinnen und Schüler im Sternenhimmel


Am 6. Februar 2019 fand unserer zweiter Exkursionstag statt, an dem die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Robotern, chemischen Zusammensetzungen von Lebensmitteln, Sternenbildern und vielem mehr sammeln konnten.

Leere Gänge, kein Schülerlachen, kein Gedrängel … sondern eine verlassene, fast schon gespenstisch wirkende Schule – das war es, was man am Mittwoch, den 06.Februar 2019, am FSG erleben konnte. Aber wo waren alle?

Nach dem großen Erfolg und den positiven Rückmeldungen am Ende des letzten Schuljahres war es beschlossene Sache, dass der Exkursionstag jetzt jedes Halbjahr stattfinden soll und so war es dann an diesem Tag auch zum zweiten Mal soweit.

Zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr war das Gewusel in der Pausenhalle noch recht groß, da die einzelnen Klassen und Jahrgangsstufen voller Vorfreude auf ihre unterschiedlichen Abfahrten warteten. Unsere Jüngsten fuhren beispielsweise zusammen mit den Siebtklässlern nach Grefrath und konnten dort beim Eislaufen etwas Winterluft schnuppern.

Zwei der sechsten Klassen ließen sich im Planetarium in Recklinghausen die faszinierende Welt der Sterne und Planeten erklären und erhielten in der Sternwarte einen Eindruck davon, wie weit man durch das riesige Fernrohr gucken kann. In der anschließenden Fragerunde bekamen die Jungen und Mädchen all ihre Fragen beantwortet, die sie auch sehr rege stellten. „Ich fand das mit den Sternbildern und der Milchstraße super interessant und hätte gern noch mehr Zeit dort verbracht, um mir alles noch einmal genau angucken zu können“, sagte eine begeisterte Sechstklässlerin.

Ganz andere Eindrücke konnten die Achtklässler sammeln, die in verschiedenen Einrichtungen in die Chemie und Biochemie eintauchten. Für die 8a hieß das zum Beispiel, dass sie nach Leverkusen ins BayLab fuhren und dort an dem Programm „Enzyme – Katalysatoren des Lebens“ teilnahmen. Bewaffnet mit Schutzbrillen, weißen Kitteln und Pipetten erfuhren sie hautnah, wie das Wissen aus dem Chemieunterricht in der Praxis zur Anwendung kommt. Ganz motiviert und konzentriert untersuchten sie unter anderem mithilfe des Bradford-Tests, wieviel Protein verschiedene Lebensmittel (wie z.B. Cornflakes, Nudeln und Schokolade) enthalten.

Der Oberstufenjahrgang EF machte sich am Exkursionstag mit den Deutschlehrerinnen und –lehrern auf den Weg ins Theater nach Krefeld und Essen. Vor Ort bekamen sie durch Führungen, Fragerunden und Theaterworkshops  verschiedene Einblicke hinter die Kulissen. Dabei fand eine Schülerin, dass der Besuch der Maske das Spannendste gewesen sei, in welcher dem Lehrer eine Glatze verpasst wurde und eine Silikonhand durch die Schülerreihen ging. Besonders hervorzuheben sind aber auch die praktischen Übungen, die im Krefelder Theater durch die Theaterpädagoginnen Silvia Behnke und Maren Gambusch angeleitet worden waren. Hierbei tauchten die Schülerinnen und Schüler ganz in die Arbeit der Schauspieler ein und können damit auch eine differenzierte Auswahl für das nächste Schuljahr treffen, wenn es darum geht, ob sie den Literaturkurs belegen wollen, in dem es unter anderem auch ums Schauspielern geht.

An Workshops der anderen Art nahm die Jahrgangstufe Q1 an der RWTH in Aachen teil. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler entscheiden, ob sie sich mehr für ein Informatikmodul, dafür, wie Google funktioniert und was das mit Mathe zu tun hat oder für einen Robotik-Kurs interessieren. Bei Letzterem setzten die probierfreudigen Entwickler z.B. Lego-Roboter zusammen und programmierten verschiedene Sensoren, damit die kleinen Roboter anschließend einen Parcours durchfahren konnten. Doch damit nicht genug. Die Schülerinnen und Schüler bekamen in Aachen auch Informationen darüber, wie sie sich an der Hochschule bewerben können und wie sie überhaupt die passenden Fächer finden, was ihnen im nächsten Jahr sicherlich den Einstieg erleichtern wird.

Unsere Abiturienten verbrachten den Tag in Bonn, im ersten Dienstsitz des Verteidigungsministeriums. Hier erhielt die Schülerschaft sowohl Einblicke in das sogenannte „Weißbuch“, in dem das sicherheitspolitische Programm der Bundesrepublik Deutschland fixiert ist, als auch in die Auslandseinsätze der Soldatinnen und Soldaten. Anschließend bekamen sie im „Haus der Geschichte“ eine Führung und damit greifbare und anschauliche Einsichten in Zeiten, die sie bisher vermutlich nur aus dem Geschichtsbuch kannten.

Abschließend bleibt das Fazit eines Oberstufenschülers: „Obwohl alle Jahrgänge bei diesem Exkursionstag des FSGs ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln konnten, ist doch allen die Erkenntnis gleich, dass Schule nicht nur innerhalb des Schulgebäudes lehrreich ist und Spaß machen kann, sondern eben auch außerhalb.“






Text: M. Schindler

Fotos: G. Kirchhart, K. Barth, B. Hanßen, S. v. Wickern, A. Baus, T. Vetter